6 Dinge die man in Adersin tun kann und die Dukaten bringen
Auszug aus dem Forumsbeitrag von Xlob auf die Frage eines Spielers, wie man in Adersin Dukaten verdienen kann.
1. Proaktives Handeln/Handelsvertreterei
Eine Spielart, hat Core ja im Bugtracker recht ausführlich beschrieben. Man muss hier ganz schön hinterher sein, um zu verstehen, wo gerade für was Bedarf besteht und um den shop an der richtigen Stelle einzurichten. Das kann schon deshalb problematisch werden, weil man für die shop-Eröffnungen dauernd Boohja auf den Geist gehen muss.
Die andere Spielart der Handelsvertreterei ist bei bestimmten Projekten direkt anzufragen, ob ein Bedarf besteht, und im Zweifelsfall Sonderkonditionen anzubieten. Du hättest mal sehen sollen, wie plötzlich die Leute angefangen haben, Obsidian zu hacken, als Boohja sein Palastprojekt gestartet hat … Obsidian ist ja nicht eben billig und da sind etliche Dukaten im Direktverkauf geflossen, wahrscheinlich ohne, dass die Waren jemals einen Marktstand oder einen Handelsauftrag gesehen haben. Natürlich ist auch die Handelsvertreterei mit recht viel Aufwand verbunden: “Guten Tag, Sie brauchen doch sicher einen neuen Staubsauger!? … Ich möchte ihnen hier mal den neuen Staubi3000 zeigen!” … Wenn aber tatsächlich mal einer was abkauft …
2. Regulärer Marktstandhandel
Ist ja soweit klar: Shop eröffnen, z.B. am Adersiner Markt, Marktlücke finden bzw. bessere Angebote machen und Dukaten verdienen. Ich behaupte einfach mal, dass mein Shop mit 3300 Dukaten völlig regulärem Reinverdienst (d.h. ohne irgendwelche Materialstellungs-Geschichten, die wiederum mit Aufträgen verknüpft sind) unter den Top3 der Adersiner Marktstände ist. Natürlich ist das Ganze mit ner Menge Aufwand verbunden: Materialbeschaffung, Vergleiche mit der Konkurrenz, Preisanpassungen etc. und offen gesagt: Hätte ich die ganze Zeit statt dessen in Aufträge investiert, hätte ich bestimmt mindestens das Doppelte verdient. Außerdem ist die Konkurrenz am Markt offen gestanden brutal: Allzuviele Waren gibt es ja in Minecraft nicht und soooo schwer zu beschaffen sind sie auch nicht, d.h. ehe man sich versieht, ist man dabei eine Preiskampf mit jemand zu führen, der irgendwoher tonnenweise von dem Zeug hat und für absolute Dumpingpreise losschlägt.
Fazit: Man muss den Markt schon lieben, ansonsten lohnt sich das nicht wirklich. Auf der Plusseite hat man selber einen ganz guten Bestand bestimmter Waren, auf den man jederzeit zurückgreifen kann.
3. Ein Amt annehmen / sich “politisch” involvieren
Hier gibt es die großen Ämter (Schienenmeister, Oberförster etc.) und die kleinen Ämter (Arena-meister, Bibliothekar etc.).
Ein privates Grundgehalt von 44 D für ein kleines Amt, ist schonmal so viel, wie einem Edelmann seine 3 Wirtschaftsgebäude gerademal einbringen können … ohne sich, um lästige Angriffe auf Dein Volk kümmern zu müssen!
Klar gibt es dafür auch einiges zu tun, aber ich denke niemand verlangt, dass man das alles an einem Tag erledigt und unterm Strich dürften z.B. 440D Gehalt für 10 Tage Arbeit hervorrufen, die sich mit einem kleinen Auftrag vergleichen lässt … ?
Wie genau sich Gehalt, Budget eines (großen) Amtes und Privatbudget jetzt zueinander verhalten, weiß ich nicht, aber ich habe außerdem den Eindruck, dass die Ämter diverse Möglichkeiten für “Nebenverdienste” haben und hier und da auch mal Geld, wenn auch auf “eine Hand wäscht die andere”-Umwegen, wieder in die eigene Tasche fliesst. Das Mindeste, was passieren wird, ist dass man sich einen Namen macht und das kann ja bekanntlich nie schaden.
Gegenwärtig sucht der Schienenmeister übrigens einen Ingenieur. ![]()
4. Nether-Söldner werden / Abenteurer
Die mit Abstand best-bezahlten Waren am Markt kommen aus dem Nether. Es gibt auch eine Reihe anderer 1.0.0-Waren, die es am Markt noch gar nicht gibt. Oder man stelle sich mal vor, man wäre der erste, der einen exklusiven Zugang zum End entdeckt … Sicher, eine Erfolgsgarantie gibt es hier nicht, aber wann gab es die jemals für Abenteurer?
Man ist auf jeden Fall kräftig am Minecraften und findet vielleicht den großen Schatz …
5. Die großen Amtsträger fragen
Irgendwas gibt es eigentlich immer zu tun und wenn gerade nichts zu tun ist, springt vielleicht ein “Ich komme auf Dich zurück” dabei heraus. In jedem Fall können sich die großen Ämter vor Arbeit kaum retten und haben satte Budgets, um alles Mögliche damit in Auftrag zu geben. Ein klassisches Dauerangebot des Zunftmeisters war (und ist?) es, ein Gewerbegebäude in Adersin zu errichten und dafür anständig entlohnt zu werden.
5. Rollenspiel
Mein persönlicher Favourit, auf den Boohja ja auch im Bugtracker anschaulich eingeht. Hier handelt es sich natürlich nicht um eine konkrete Strategie aber erfahrungsgemäß münden lustige Geschichten im Chat, TS und vor allem im Boten öfter mal in Aufträge, was vor allem daran liegt, dass es meistens gilt ein Problem zu lösen … und irgendein Amtsträger des glorreichen Adersin muss ja dafür verantwortlich sein, nicht wahr? ![]()
Ein gutes Beispiel wäre z.B., wie ich im RL wenig Zeit hatte und Core deswegen erst ne Woche später wegen irgendwas geantwortet habe. Ich habe einfach frei erfunden, dass sein Bote durch den nicht vorhandenen Weg zu meinem Land fast verdurstet/ertrunken wäre und ich ihn erst ne Woche lang pflegen musste, bevor er wieder loslaufen konnte.
Core, ganz in der Rolle des Grafen, war natürlich nicht sehr erfreut und verlangte eine Verbesserung der Situation. Also hab ich den Förster angeschrieben und der hat nen Auftrag aus dem Wegebau gemacht (der Zunftmeister wäre eigentlich der richtige Adressat gewesen). Bei der Sache haben wir also drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Eine lustige kleine Geschichte erzählt, einen Auftrag kreiiert und ich habe auch noch einen hübschen Weg zu meinem Haus bekommen. ![]()
Dies ist auch ein Extrapunkt, weil die Punkte 1-5 sicher größere Erfolgsaussichten haben, wenn sie in eine Geschichte verpackt sind, schließlich geht es auf einem Rollenspielserver ja um Geschichten.
Also, statt an Boohja “Ey Alta! Kann ich ma nen bischen Kohle verdienen und irgendnen Gewerbe da irgendwo hinbaun?” zu schreiben, das ganze vielleicht einfach etwas schöner verpacken.
6. Besser Arbeiten / Qualität statt Quantität
Wenn es wenige Aufträge gibt, dann mach die wenigen die Du annimmst umso besser! Das kann sich durchaus auszahlen, denn erfahrungsgemäß sind insbesondere Amtsträger nicht eben kleinlich mit Bonuszahlungen, wenn man jenseits des 08/15-Standards abliefert.
Ich habe z.B. einmal einen Buchauftrag für die Bibliothek (250D glaube ich) zum Anlass genommen, einen Ort zu beschreiben und den dann auch tatsächlich zu bauen. Das war zwar eine Heidenarbeit, hat aber sehr viel Spaß gemacht und der Auftraggeber war überaus zufrieden … Dass dabei deutlich mehr als 250D raussprangen, hätte sich wohl auch ohne meine rollenspielerisch vorsichtig verpackte Frage, ob diese wertvolle Schrift denn nicht mehr wert sei, ergeben … ![]()
Eine andere Sache, die ich aber nicht überreizen würde, ist, dass man bei manchen Aufträgen erst dabei merkt, dass sie unterbezahlt sind. Es schadet in einem solchen Fall nicht, zu fragen, ob man vielleicht etwas mehr Geld bekommen kann.
So habe ich z.B. mal einen Auftrag des Oberförsters angenommen, bei dem es darum ging für schlappe 200D einen Berg in einer Wüste neu mit Sand aufzuschütten, den jemand Raubbaumässig abgetragen hatte und der auf der Dynmap recht harmlos aussah. Vor Ort wurde mir nach ein paar Stunden klar, dass dies wohl der mieseste Auftrag aller Zeiten sein muss. Der Oberförster hatte leider den Auftrag schon abgeschlossen, hat aber am Ende sogar noch 200D aus eigener Tasche draufgelegt, um ein wenig zu kompensieren.